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Der Helm in Benuzung im Haubtbahnhof Berlin Der Gang durch die Menschenmengein einem Einkazfszentrum in Berlin ![]() Zwei Polizisten erkundigen sich nach dem Sinn des Objektes |
![]() Objekt zur technische Sinneserweiterung Julius von Bismarck 2006/07 << Index >> Idee, Konzept, und erste Skizzen >> Dokumentation der Bauphase Topshot Helmet, das fertige Projekt ![]() In Computerspielen kann man seine Spiel-figur aus vielen verschiedenen Perspektiven sehen. Bei den ersten Teilen des Spieles GTA (Grand Theft Auto) steuert man seine Figur aus der Vogelperspektive genau von oben. Im realen Leben ist es uns nur durch Nahtoderlebnisse oder den Konsum von psycho- aktiven Substanzen möglich seinen Körper von außen zu betrachten. Mit dem Topshot Helmet kann man dieses Erlebnis auch real und nüchtern erfahren. Wie bei GTA sieht man sich selbst von oben und bewegt sich frei im Raum. Die Kamera folgt einem und macht jede Bewegung mit. Das System ist als eine gleichzeitige Erweiterung und Einschränkung der Sinne zu verstehen. Durch den Blickwinkel von oben ist es nur möglich Dinge zu sehen, die sich im nahen Umfeld befinden. Durch die schallisolierende Wirkung des Helmes ist auch das räumlich Hören stark eingeschränkt. Es ist z.B. nur durch das Schließen der Augen möglich festzustellen, ob man selber schwankt, oder nur der Ballon, da die Signale der Augen dominant gegenüber denen des Gleichgewichtssinnes für die Orientierung verwendet werden. Erst nach ein paar kleinen Schritten fängt man an, seinem neuen Sinn zu trauen und wagt größere Schritte und Manöver.
Aufbau: Auf den ersten Blick besteht das Objekt aus einem kugelförmigen Helm, an dem mit Schnüren ein Heliumballon befestigt ist. Der Fesselballon trägt eine kleine Funk-Video-Kamera, die mit einem Weitwinkel senkrecht nach unten gerichtet ist. Ihr Bild wird über einen Empfänger im Helm auf eine Video-brille übertragen. Die Videobrille ist so im Helm angebracht, dass der Benutzer auf ihre Bilder zur Orientierung angewiesen ist. Mittels der vier Ausleger, über die die Schnüre zum Ballon laufen, lässt sich der Ballon durch das Bewegen des Kopfes drehen und neigen. Die Schüre sind im Helm auf einer Spule aufgewickelt und können von sußen auf- und abgewickelt werden. So lässt sich die Höhe der Kameraposition einstellen. Der Helm im Ausstellungskontext: Der Helm ist selbsterklärend. Der Ausstellungsbesucher, muss den Helm nur aufsetzen. Sobald er sich selber von oben sehen kann, versteht er das Prinzip, und versucht sich mit der Sinneserweiterung neu zu orientieren. Es bedarf keiner ständigen Betreuung, da die Ausstellungsbesucher erfahrungsgemäß den Helm eigenständig weiterreichen. ![]() Technische Details: Helm: Durchmesser: 30cm Der Helm besteht aus Styropor, Pu-Schaum und Epoxydharz und ist für verschiedene Kopfumfänge verstellbar. Die vier Ausleger am Helm bestehen aus ausziehbaren Teleskopstäben. (5 bis 50cm) Die Spule fasst 100m Schnur. Das ermög- licht eine maximale Höhe von 25m (nur bei Windstille oder in geschlossenen Räumen). In eingekurbeltem Zustand sind Helm und Ballon zusammen 2m hoch Das Funk-Kamera-System (1,2 oder 2,4 GHz) und die Videobrille arbeiten in Farbe und mit einer Auflösung von 320 x 240 pixeln. Ballon: Durchmesser: 80cm Inhalt: 1m³ Helium (im Freien kann auch Wasserstoff verwendet werden) Das Gas muss einmal pro Woche nachgefüllt werden, weil es durch die Kautschukhülle langsam entweicht. |
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Eine Person bewegt sich mit der Hilfe/Behinderung des Helmes durch ein berliner Einkaufszetrum. |
>> Video 2, Hauptbahnhof Berlin >> Video 3, Potsdamer platz Berlin |
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